Getting Ready

Emigration has always been a painful decision, even more in a century where the migrants knew that it was a final one, that they would never see their relatives and hometown again. So departure had to be carefully planned. From letters, written back to their relatives, with descriptions of the new land and way of living, potential candidates got a first impression of their desitnations. Those letters, usually minimizing the hardships of the crossing and settling down, emphasized the material advantages of their new homeland, and invited friends and relatives to come over and join them.

Legend

Leonard EMMER, born 4 April 1804 in Remerschen writes from Bennington Center, NY, to his brother Johann EMMER, born 24 January 1811 in Remerschen, married to CHRISTIANY Anna FROM Remerschen, born 19 Septembre 1811 in Sierck-les-Bains. The letter bears the address of Franz CHRISTIANY, dyer and tradesman, father in law of the brother Original: Private collection Weber family of Remerschen


 

1847 letter inviting relatives to come to America

 

Lenikton den 1en September 1847 Lieber Bruter Ich mus es dir schreiben wie es uns geht in dem neiem Land Amerika. Es geht mir guti wie ich wünsche , daß es dir auch so geht oder du werest bei mir hir, denn da geht es dir besser als in Teitland (=Deutschland). Denn, lieber Bruder, hir kann man Land kaufen von 4 bis 20 Tahler. Da krieht man Haus und Scheier(=Scheune) dar auf Acker und kann sein Leben gut machen. Denn, lieber Bruder, ich habe mir Land ge- kauft und den Acker pachtet 9 Tahler, darauf habe ich Haus und ein Ebel(=Aepfel) Garten und habe dieses Jahr 50 Malter Ebel gehabt.Ich habe mir Frucht(=Weitzen) genucht geblants für ein Jahr und hir flanzen mir fil des tirken Weisen(=Weitzen) und es ist ein gute Frucht hir. Wir haben alle frichten wie in Teitland, aber die Kartoffeln die faulen auch wie in Teich- land. Ich habe Fiezucht, 2 Honn(=Hunde), 2 Kachtsen(=Katzen), 2 Kieh und 2 Kelber und 8 Schweine und 20 Hunner(=Hühner) und meine Tochter, die ist bei einem Meichter(=Meister) und hat 350 Franken das Jahr und es hat es besser als eine Herenfrau in Teitla nd. Dann, lieber Bruter, auf der Reise hat es mir gut gegangen, aber fiel gekostet. Von Antwerpen an hat es mich gekostet 300 hundert Franken aber da hat ich nicht Lebensmittel nicht genuch und habe noch gekauft für 40 Franken. Auf dem Schiffe waren 120 Persohnen und wir waren 44 Tage auf dem Mir(=Meer) und es ist kein Mens ch gestorben und waren alle gesund. Denn, lieber Bruter, ich kann dir nicht raten, daß du kommen sollst und kann dir auch nicht ab- raten, ich will darauf (keine) Schult daran haben denn einen gefalt es und dem antern gefalt es nicht. Dann tenke ich es wird dir gefallen wie mir. Ach ich tanke Gott, daß ich hier binn und aus Teichtland weg binn, denn es gefalt mir besser als in meiner Heimat. Ich und meine Frau, wir waren 8 Tage in den Tagelohn und wir haben gearbeitet von Sonn- aufgang bis Sonnen Nitergangt und haben vertient den Tag 1 Thaler und ein Taler, ist 5 Franken und 6 Suh und ich tenk das ist das letzte mahl. Denn, lieber Bruder, wenn du kommen willst, so schreibe mir zu fohr, da will ich dir die Reise auf das genaue schreiben, wie du dich zu verhalten hast. Ich will dir auch schreiben, was die Frichten kosten: Das Malter Kartoffeln 2 1/2 und die Haffer kostet 3 Tahler, die GŠrst 4 Tahler und der Weichten(=Weitzen) 6 Tahler, du kant ein Los Kalf kaufen 15 Tahler, ein Pahr Oksen 50 Tahler, ein Fert (=Pferd) 30 bis 100 Tahler Das Salts kostet 1 1/2 Tahler und das sind 296 Suen, der Botter(=Butter) 12 Suh, die Eiher(=Eier) 9 Suh, der Kaffe 12 Suh,der Zucker 10 Suh. Hiermit duh ich mein Schreiben schliessen und alle herzlich griesen(=grüßen), alle im ganzen Ort, bis auf ein Mann und Frau. Alle meine Kammraten sind in die westlichen Staten . Wenn sie nach Haus geschrieben habt, so schreibt mir ihnen ihren Atres (=Anschrift), daß ich auch an sie schreiben kann. Meine Atres ist: Emmer Leonard Taun (=Town) Lenikton Senter(=Center) Weiomer Kaute (=Wyoming County) Stat Nei Ork (=New York) Nortamirika Unterschriften: ich Maria Margered Anna Maria An Franz Kriestiani Meierei Römischen Kanton Remig Bartment Luxemburg König- Reich Holand Germany ..Hafer? Mechts ? Birmington NY (= Mairie Remerschen Canton Remich Département Luxemburg ) 6 pre-philatelic stamps, mostly unreadable Thionville 30..47 Remich 2 XII ..... 28..47


 

There were also emigration agents, who advertised in the newspapers. Some agents even had contacts in the United States where people could be referred to for buying land. Shipping companies announced their fares as well as the upcoming departures of their ships in the harbors.


One of the most important emigration agents was Derulle-Wigreux in Luxembourg city, who represented the Red Star Line and later became American Consul in Luxembourg. A large number of Luxembourgers passed through his agency. Next to his agency he owned an hotel, where the emigrants stayed overnight before being led to the railway station the next morning, heading for the port of Antwerp.

Even though emigrants had little property, they usually had a small house, some domestic animals and their furniture to sell in order to have some money to pay for the fare and a new beginning in the United States. Advertisements by notaries announcing the sale of house and furniture are a certain sign for imminent emigration. At the same time those who did not have property of their own, but could reasonably expect a share at the death of their parents, who remained behind, gave power of attorney to a neighbour or relative in order to take of their legal affairs if needed. Sales took usually place at the beginning of the year, as the immigrant wanted to arrive at his destination in spring: he had to clear the land, build a home, plant and harvest before the harsh winter set in.

Power of attorney by Guillaume MOSMAN and wife Madeleine GEORGES, winegrowers in Remerschen to Pierre KLOPP of BECH, because of “imminent emigration to America / bevorstehender Auswanderung nach Amerika”.